ISDN DECT Telefone ausgestorben?

Dieses Thema im Forum "Festnetz- und Schnurlostelefone" wurde erstellt von lobo, 10. Februar 2018.

  1. lobo

    lobo Beginner

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    Hallo,

    ich betreibe an einer Auerswald 5020 einige Analogapparate. Unter anderem auch 2 DECT Basisstationen.

    Da mich eines der Telefone etwas nervt, war ich versucht, dieses umzustellen und da ich den an der Anlage vorhandenen internen ISDN-Bus noch frei habe, wollte ich dort eine ISDN DECT Basisstation anschließen.

    Leider finde ich quasi keine aktuellen ISDN Basisstationen mehr. Habe ich irgendwie falsch geschaut, oder sind die echt am aussterben? Das Einzige was ich finde, sind etwas ältere Varianten, die es dann noch vereinzelt bei einigen Händlern gibt.

    Zum Hintergrund: an der Stelle, an der die Basisstation stehen soll, ist kein Netzwerk vorhanden. Zudem habe ich keine Erfahrungen in Bezug auf VoIP an meiner Telefonanlage, von daher wäre mir eigentlich ein S0 oder meinentwegen Up0 am liebsten.

    Also - jetzt noch schnell 2 ISDN Basisstationen kaufen - oder ???
     
  2.  
  3. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Prinzipiell gute und nachvollziehbare Idee, allerdings hat man da das Problem, dass sich eine ISDN-DECT-Basis eher wie eine Unteranlage verhält. In Kombination mit der Auerswald wird das schnell etwas anstrengend, vor allem wenn mehrere Mobilteile an einer Basis angemeldet sind. Es geht, aber nicht so überragend dugt. Wenn möglich würde ich daher die native Anbindung an die Anlage vorziehen, das aktuelle IP-DECT-System WS-400IP unterstützt die 5020 ja offenbar.

    Ja, das sind sie. Die Industrie hat sich auf Analog und VoIP eingeschossen, manchmal wird auch beides parallel unterstützt (Gigaset GO-Box). Oder es werden direkt einzelne DECT-MT angeboten, die auf den Einsatz an Routern mit DECT optimiert sind (z. B. Gigaset HX-Geräte).
    Wenn es eine ISDN-Basis sein soll, kauf dir ruhig irgendeine, auch ruhig eine gebrauchte, aber möglichst junge, und dann dazu passend moderne Mobilteile. Das klappt bei Gigaset meist ganz gut.
    Vielleicht lohnt es sich ja, wenn du statt zweier Basen eine plus Repeater nimmst, dann dann können sich die Mobilteile (sind es insgesamt 2 oder mehr?) problemlos bewegen. Aber, wie gesagt, ist an der Auerswald etwas Fummelarbeit, abhängig von deinem Rufnummernplan und Rufverteilung.

    Du kannst ja Basis und Ladeschalen unabhängig von einander einsetzen und betreiben.
     
  4. lobo

    lobo Beginner

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    Hallo Retrofreak,

    danke für die Antwort.

    OK - dann muß ich jetzt entscheiden, ob ich noch 2 ISDN-Basen anschaffe, oder gleich die WS-400IP.

    Mit der WS-400 habe ich halt das Problem mit dem Anrufbeantworter. Dann müsste ich einen extra anrufbeantworter betreiben (der interne AB ist keine Option). Zudem ist das Ding recht teuer, aber wenn es wirklich "professionelle" DECT-Zellen aufbauen kann, wäre das schon gut. Dann könnte ich das Ding tatsächlich im ersten OG einsetzen. Dort ist noch eine zweite Basissstation, die unser kleines Gewerber mit 2-3 Handsets befeuert. Für mich privat sind es nochmals 2-3 Handsets, aber maximal wären 4 Verbindungen offen (realistisch weniger).

    Hat jemand schon mal die WS400 in Verbindung mit der 5020 eingesetzt? Läuft das gut? Ich habe intern noch keine IP-Telefone aber gelesen, dass die Telefonanlage da nicht so super ist mit VoiP ...

    Viele Grüße,

    Stefan
     
  5. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Das entspricht der Spectralink KWS400 -- erstklassiger Stoff. Würde ich Dir sofort zuraten, aber:

    - Du brauchst mindestens eine Extra-Lizenz, wenn Du zusätzliche Basisstationen (bis zu vier) anschließen willst.
    - Du brauchst nochmal eine Extralizenz für "LAN-Sync", wenn die geplanten Basisstationen so weit auseinanderliegen, daß sie sich funktechnisch nicht "sehen" können

    Dafür kannst Du aber so gut wie jedes DECT-Telephon daran betreiben.
    Und Du hast eine DECT-Anlage, die den professionellen Geräten in nichts nachsteht.


    Die Auerswald ist eine reinrassige ISDN-Anlage, was grundsätzlich kein Nachteil ist. Bloß die 5020 ist ziemlich übel. Eine Kundin hat seit drei Jahren eine minimal gebrauchte Auerswald 5000R herumliegen, welche einen "echten" Anrufbeantworter und einen 1a eingebauten Faxserver hat. Ich kann Dir gerne die Adresse der Dame per p.n. geben. Sie hat auch noch ein paar "schöne weiße" Luxus-IP-Telephone dafür.


    Freilich: Wenn Deine Leute nur in der Nähe der Ladeschale herumlaufen, dann kannst Du auch problemlos ein ISDN-Gigaset nehmen (bloß kein analoges!), das paßt ganz prima an die Auserswald. Nachteil: Über eine Basis bekommst Du nur zwei Gespräche gleichzeitig - beim WS-400 IP sind es 12.
     
  6. lobo

    lobo Beginner

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    Danke für die Antwort.

    Momentan sind 2 Basisstationen in Betrieb. Die sind jeweils analog - und damit gibt's halt gerne kleinere Probleme wie z.B. dass sie keine 2 Gesprächskanäle haben (2. Handset klingelt nicht, wenn belegt) ... und es erfolgt auch keine Türsignalisierung wenn jemand spricht. Zudem können die einzelnen Handsets nicht direkt angewählt werden. Auf der anderen Seite hat die Basisstation im 1. OG eine unglaubliche Reichweite. Sie versorgt problemlos sowohl das Haus, als auch den Gartenbau-Betrieb. Der Ort wäre also geeignet, um dort beide Basisstationen zu ersetzen.

    Im ersten Stock habe ich noch 2 Netzwerkanschlüsse frei, aber ob ich da ISDN hinbekomme, weiß ich nicht. Leider (oder auch aus gutem Grund) sind die (meist alten) Leitungen für Telefon getrennt von der Netzwerkverkabelung und eine Brücke vom Patchpanel des Netzwerks zum Panel der Telefonanlage gestaltet sich schwierig.

    Aufgrund der fehlenden (bzw. anderen) Türsprechstelle ist die 5000er Serie auch keine Option für mich. Die 5020 VoIP läßt sich noch gut mittels Doorline M03 an eine T02 anschließen.

    Wo würde es denn haken, wenn ich tatsächlich auf die Idee käme, mal statt eines analogen Telefons (bzw. statt einer analogen oder ISDN-Basis für DECT) ein IP-Telefon zu verwenden? Wäre es vielleicht sinnvoll, das erst mal mit einem einfachen IP-Telefon zu testen? Was mich vom IP-Telefon bisher abhält, ist der doch erheblich höhere Stromverbrauch ... ohne für meine Anwendung erkennbarem Nutzen im Vergleich von z.B. analog.

    Viele Grüße,

    Stefan
     
  7. lobo

    lobo Beginner

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    OK - wenn ich mir jetzt (der einfacheren Handhabung wegen) erst einmal eine ISDN-Basisstation kaufen möchte, wäre das nach meiner Einschätzung entweder ein Gigaset SX 810A ISDN (ich habe noch 810er Handsets) oder ein Gigaset DX600A ISDN.

    Eigentlich würde mir das DX600A ISDN an der Stelle gut passen, denn ein festes Telefon würde es ja dann wenigstens auch klingeln können (Türklingel), wenn die Mobilteile mal wieder sonst wo liegen. Auf der anderen Seite sind die Bewertungen z.B. bei Amazon ja echt grottig.

    Wesentlich ältere Modelle kommen wegen teils fehlender ECO-DECT Unterstützung eigentlich nicht in Frage.

    Hat jemand Erfahrungen mit dem DX600A ISDN? Ans Netzwerk kommt mir das nicht (wozu auch???)
     
  8. telthies

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    ja, als Tischtelefon - also ohne Mobilteile. Da war ich sehr zufrieden, außer mit der CTI.

    die IP-Version wäre ja auch das 800,
    die Online-Recherche der Anrufernummern in Echtzeit habe ich durchaus geschätzt.
     
  9. lobo

    lobo Beginner

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    Danke ... bei den Berichten von Amazon liest man immer was von extrem langsam, stürzt ab etc. Wie auch immer - da kann ggf. das Problem auch VOR dem Telefon sitzen, daher mag ich persönliche Rückmeldungen lieber.

    Ja - aber für die CTI Funktion und ein paar andere Dinge hat das Teil einen Netzwerkanschluß. Und außer ggf. für die Einrichtung sehe ich da für mich keinen Nutzen, denn im privaten Bereich kenne ich die meisten Nummern - und viele sind auch im Telefon hinterlegt.
     
  10. lobo

    lobo Beginner

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    Danke nochmals für die Rückmeldungen.

    Ich habe mir das Ganze nochmals durch den Kopf gehen lassen und auch bei einem Freund angerufen, der mit Auerswald sein Geld verdient. Interessanterweise hat er mir in Bezug auf DECT bei vorhandenen Telefonen eher zur Siemens n510 geraden, da nach seinem Wissen die Kommunikation zwischen Basis und DECT Sender dort am Besten funktionieren würde - und es die n510 auch sehr günstig zu kaufen gibt.

    Es hat zwar eine Weile gedauert bis ich die Kombination zum Laufen bekommen habe, aber der große Vorteil der n510 ist, dass ich die mittels POE-Injector an eine versteckte, aber funktechnisch sehr gute Stelle installieren konnte und somit eine gute Funk-Ausleuchtung habe. Rufübermittlung, Telefonie etc. funktioiniert gut.

    Durch das 6VoiP Modu, welches ich noch für die Auerswald benötigt hatte, konnte ich auch den Anrufbeantworter in die Anlage legen und bekomme so eine E-Mail (auch wenn ich nicht zuhause bin ...)

    Ist also eine schöne Lösung mit Mehrwert für mich.
     
    telthies gefällt das.

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