Modem/Router für Bintec-Elmeg-Telefonanlage // be.ip plus an Telekom Super-VDSL / VDSL250 betreiben?

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von Pauline, 22. Oktober 2018.

  1. Pauline

    Pauline Beginner

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    Hi,

    hier ist das schnelle Super-VDSL, also VDSL250 der Telekom verfügbar. Das freut natürlich fast jedes Landei :)
    Jetzt kommt aber das große ABER: Leider kann die Bintec-Elmeg-Telefonanlage mit Router nur max. VDSL100. Dies liegt wohl nur am eingebauten Modem, denn der Router selbst müsste ja bis zu 1000 MBit/s können, richtig? Das dürfte wohl an der Hardware liegen und durch ein Firmware-Update zu lösen ist, oder?

    Die Telekom empfielt für das VDSL250 die Speedports W925v und Smart 2 bzw. Smart 3, Bintec-Elmeg schweigt sich mit einer Geräteempfehlung bisher noch irgendwie aus.

    Hat hier im Forum jemand die be.ip plus als Telefonanalge an einem Super-VDSL-Anschluss am laufen und mit welchem Modem/Router davor? Welche Tipps könnt ihr mir geben, um die be.ip plus günstig und stabil mit dem schnelleren VDSL zu versogen?

    Ganz lieben Dank für eure Erfahrungsberichte und Anregungen

    Pauline
     
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  3. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Zunächst einmal die schlechte Nachricht: offenbar ist es mit einem Firmwareupdate nicht zu machen, hier zitiert jemand eine Antwort von Bintec-Elmeg, in der im übrigen ein Super-Vectoring-fähiger Nachfolger der be.ip erwähnt wird:
    Gelöst: Supervectoring mit der Digitalisierungsbox Premium... – Seite 5 | Telekom hilft Community

    Konkret zu deinen Fragen: ob eine schnellere DSL-Variante per Firmwareupdate machbar ist oder nicht, hängt einerseits von der verbauten Hardware, also dem "Modem-IC" ab und davon, was die schnellere DSL-Variante technisch für Unterschiede hat.

    Zu "der Router selbst müsste ja bis zu 1000 MBit/s können": Das ist leider ein Trugschluss. Damit ist in erster Linie gemeint, dass die LAN-Anschlüsse 1 GBit/s können. IdR kann man diese Leistung aber nur im Switching abrufen, sprich, wenn du z. B. ein NAS und ein paar PCs an den LAN-Ports angeschlossen hast und diese direkt mit einander kommunizieren.

    Für die Kommunikation LAN<->Internet sind aber nicht nur die unteren "Schichten" der Kommunikation gefragt, sondern das "Köpfchen" des Routers. Jedes Paket muss angefasst und umgearbeitet werden, die Firewall spielt eine Rolle, und und und. Lancom hat für seine Geräte ein Papier online gestellt in dem es um Routing-Performance geht:
    https://www.lancom-systems.de/fileadmin/pdf/techpapers/TP-Routing-Performance-9.10-DE.pdf
    Vor allem die kleineren Geräte schaffen kaum mehr als WAN-seitig vorgesehen ist.
    Dazu kommt, wenn du intern z. B. mehrere Netze betreibst, die der Router routen muss, zieht das auch an der Performance und funktioniert dann insbesondere nicht mehr mit "bis zu 1 GBit/s".

    Jedenfalls würde ich nicht nochmal einen extra Router mit Modem kaufen, wie dir empfohlen wurde.
    Eine Möglichkeit wäre, einfach zu warten, bis der be.ip Plus-Nachfolger auf dem Markt ist.
    Die andere ist: die be.ip Plus hat praktischerweise auch einen WAN-Port. Den kannst du nutzen, um ein reines DSL-Modem, oder, einen DSL-Router, der sich auch als Modem betreiben lässt, anzuschließen.
    Das Zauberwort heißt hier PPPoE. Der Draytek Vigor 130 wird hier gern genommen, kann aber wohl kein Supervectoring. Im Zweifel kommst du nicht drum herum, dann doch ein Router-Modem zu nehmen, aber ich würde mich vorher versichern, dass die Nutzung als Modem explizit ausgewiesen wird. Bei den Geräten der Telekom wäre ich da vorsichtig, die haben schonmal gern bizarre Restriktionen in ihrer Firmware oder lassen Funktionen sperren, die der Hersteller der Hardware eigentlich vorgesehen hat.
     
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  4. Pauline

    Pauline Beginner

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    Danke, retrofreak83, für eine ausführlichen Infos. So etwas habe ich schon befürchtet. Auch wenn Axel K.
    , vom Telekom hilft Team, hier geschrieben hat, dass es für die Digitalisierungsbox Smart und Premium im nächsten Jahr ein Firmware -Update geben wird, damit auch mit diesen Geräten Supervectoring zu nutzen ist: Gelöst: Supervectoring mit der Digitalisierungsbox Premium... | Telekom hilft Community
    .
    Ja, der WAN-Port ist ein guter Ansatz. Muss dafür ein Super-VDSL-Router im reinen Modem-Modus laufen? Wenn der VDSL250 fähige Router nicht nur als Modem, sondern als Router läuft und der WAN-Port der be.ip plus mit einem LAN-Port des Super-VDSL-Routers verbunden ist, ergibt das doch nur eine DMZ. Oder bin ich da auf dem Irrweg und das hat auch noch andere Auswirkungen, z. B. auf die Telefonfunktion? Müssen dann Regeln, Routings, Portfreigaben etc. zwischen S-VDSL-Router und be.ip plus konfiguriert werden?

     
  5. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Also ob man dem so glauben kann... die Digitalisierungsbox Smart brauchte ja offenbar eine neue Hardware-Version...
    Ja, das ist der Trick. Wenn der Router das unterstützt (PPPoE), nutzt die be.ip so einen Router nur als Modem und läuft am eigentlichen Router "vorbei". Der Vorteil bei dieser Variante ist, dass die einzige Konfiguration im Super-VDSL-Router die du machen must die Aktivierung von PPPoE ist. Der Rest ist dann egal. In der be.IP muss der Internetzugang dann vom internen Modem dann auf PPPoE über den WAN-Port umkonfiguriert werden.
    Du könntest die beiden Kisten auch koppeln, sprich: den WAN-Port von der be.ip mit einem LAN-Port Super-VDSL-Routers verbinden, und den WAN-Modus der be.IP auf LAN umzustellen. Aebr davon ist abzuraten, das kann etliche unangenehme Effekte erzeugen.
    Ein konkretes Beispiel: die Fritzbox 7590 unterstützt Supervectoring und auch die PPPoE-Nutzung. AVM nennt das "PPPoE-Passthrough":
    Wissensdatenbank
     
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  6. green7

    green7 Beginner

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    Der Speedport Smart 3 im Modem Modus funktioniert in der Konstelation wie von dir gefordert. Hatte ich hier im Test mit ner Digibox Smart.

    Die Digitalisierungsbox Basic würde auch gehen hat aber einen Softwarebug, im Modemmodus ist nicht mehr wie 50 MBit Downstream möglich.

    Die 7590 geht eben nicht das PPPoe Pass Through bei der Telekom nicht funktionieren soll.
    Steht sogar in dem Verlinkten Dokument.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Oktober 2018
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  7. Pauline

    Pauline Beginner

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    Nochmals herzlichen Dank für eure Mühe. Eure Antworten helfen mir schon mal weiter. Schön, dass es euch gib!
    Bussi Pauline
     

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