Neue Anlage gesucht (50 Teilnehmer, VoIP, Fax, Voicemail, ...)

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von b3nn1, 4. Mai 2018.

  1. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Präzisiere "abgekündigt". Dafür dass es abgekündigt ist, haben sie sich jüngst noch viel Mühe gegeben mit einer neuen Basisstation sowie neuen Baugruppen.

    Bezüglich "Ericsson/Aastra/Mitel": fehlt in der Kette nicht noch DeTeWe?
    Der CCC will ja wohl in diesem Jahr ihre Alcatel weg tun und gegen dieses DECT tauschen. Wären dann so ~2500 Mobilteile und ~60 Basisstationen. Man darf gespannt sein.
     
  2. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Interessante Sichtweise, Bei SIP-basierenden Systemen Angst zu haben weil das ja alles "angebundene Zusatzsysteme" sind, aber gleichzeitig eine TK-Anlage zu akzeptieren, die in ihrem Kern aus mehreren Systemen zusammengesetzt ist.
    Ja, mit der OSBiz ist das etwas besser geworden, aber die "Integration" von OCCL und OCAB ist ja wohl nicht weniger gebastelt. Man hat einen Mini-PC mit der etwas aufpolierten OpenScape Office-Software in das Zentralgehäuse gesteckt, wo eh schon ein CPU+RAM+NICs vorhanden gewesen wären, die diese Aufgaben hätten mit erledigen können.
    Und das dann auch noch so geschickt mit nicht für den Dauerbetrieb ausgelegten HDDs.
    Euch sterben also nicht regelmäßig SD-Karten und OCAB-Festplatten?
    Also ich habe eine handvoll OpenStage 40T regelmäßig im Einsatz mit Nutzern vom Typ "Wieso soll ich damit sorgsam umgehen? Ist doch nicht meins!". Unter diesen Bedingungen haben schon ganz andere Produkte aufgegeben, die OpenStage-Geräte machen das jedoch klaglos mit.
     
  3. borat

    borat Schon ein paar Mal da gewesen

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    Mit den ocabs und den sdhc hast du leider recht, obwohl es mittlerweile besser wird.
    Ich gebe dir auch Recht das es sich bei den openscape business um hybride Anlagen handelt und sie gelegentlich eben aus zwei unterschiedlichen Systemen, also alte Technik Up0 und Tdm und andererseits eben aus einem zweiten Teil , der IP Telefonie bestehen.
    Wenn man ein reines ip bassierendes Software Sytem haben möchte, ok , dann kann das bei unify durch die OSB S abgebildet werden oder irgend ein Asterisk System angeschafft werden.

    Aber, Koppelfeld, du kaufst ein Asterisk System vom Anbieter A, den Server dazu kaufst du bei B, die Amtskarte bei C, die analogen Teilnehmeradapter bei D, in diesem Falle die Relaiskarten bei E und die Dectanlage bei F. Jetzt kommt noch das Kundeneigene CRN Programm hinzu.
    Und das ist dann alles aus einer Hand Standard SIP?

    Ach ja fast vergessen, es können ja jetzt alle Ip telefone an alle Anlagen angeschlossen werden...wäre also Punkt H.( nach G für das CRN).


    Da finde ich ja zwei Systeme eines Herstellers eher beherrschbar.
    Und ich meine mit beherrschbar nicht, das der Inbetriebsetzer das System auf powerpoint o.ä. darstellen kann oder weiss wie man den Namen des Systems richtig schreibt sondern auch weiss, was er in welchem Falle tun muss um seinem Kunden auch einen Nutzen dieser Anlage, egal welcher, bieten zu können.
    Schöne Phantasietitel helfen, auch wenn man sie sich selber vorbetet, leider nicht weiter.

    Noch eine Überlegung zu den Hybridanlagen, viele alte Hersteller, wie unify und Alcatel, bauen doch ihre Anlagen nicht nur für die Märkte in Europa oder Nordamerika, sondern auch für Länder der dritten und vierten Welt.
    Dort waren und sind Hybriden eher gefragt, da es dort nicht darum geht mit Software Arbeitszeit und somit Arbeitskosten zu sparen, da dort die Mitarbeiter einfach nichts kosten z.B. middle east afrika und dieser Markt steht voll mit analog Technik und das wird sich aus Kostengründen auch nicht so schnell ändern.


    Klar ist natürlich auch, dass früher oder später die alte TDM Technik komplett durch die IP Technik abgelöst werden wird. Die Frage ist nur wie schnell man das selbst umsetzen will oder kann.
    Und dabei spielt eben auch der finanzielle Spielraum des Kunden eine grosse Rolle.

    Ich habe mir gestern nur mal die Kosten deiner wirklich edel aussehenden Spectralink Dect modelle 8440 angesehen, Toll, aber der Preis VK mit 540 Euro finde ich jetzt auch nicht gerade günstig. Das System finde ich toll, kann meiner Ansicht nach alles was man im gewerblichen Umfeld benötigt.

    Schönen Gruss Borat
     
  4. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    TDM und IP wird aber bereits auf dem Mainboard gemacht, OCAB macht ja lediglich Beiwerk. Und dafür sehe ich technisch keinen Grund, warum man das nicht direkt auch auf dem Mainboard gelöst hat.
    Selbst wenn man den Kunden, die die OCAB-Funktionalität nicht brauchen, die zusätzliche Power nicht aufs Board löten und unbedingt noch ein Stück Hardware dazu verkaufen können möchte: dann meinetwegen CPU und RAM direkt auf eine steckbare Platine, dann gibts die Mini-Variante als Standard und die mit mehr Power als "CTO". So ähnlich gab es das ja viele Jahre mit CMS und CMA.

    Und da wäre dann noch die Frage, warum CSTA einen Server auf dem Mainboard benötigt. Wehmütig schiele ich da auf die Octopus E300/800, die CSTA sowie ein paar Dinge mehr, die heute OCAB bzw. gleich externe Server benötigen, mal eben so mit macht -- mit einem 486 bei 66 MHz und mit 16 MB RAM.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Mai 2018
  5. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Herzlichen Glückwunsch, Du hast den Kernpunkt des Problems erreicht.
    Wieso sollte ein "zusammengesuchtes" System Vorteile haben gegenüber einem vom Hersteller sorgfältig abgestimmten?

    Die Antwort ist erschreckend einfach: Weil wir das besser können als eine abgehalfterte JAVA / Win32 - Truppe.

    Nehmen wir das Reizwort "Virtualisierung": Hier wählt "Unify" die käsigste, schlechteste Scheiße aus, die der Markt hergibt:
    "VMware" auf Intel x86.
    Die alte HXGM war noch von Nachrichtentechnikern konzipiert worden, da steckte dann ein PPC drin. Nun könnte man noch über das Kainsmal "Intel" diskutieren (eigentlich ja nicht mehr seit 'SPECTRE' und 'MELTDOWN'), aber spätestens bei den "virtuellen Switches" und den "virtuellen Netzwerkkarten" fällt einem doch alles aus dem Gesicht: Da geben sich Switchhersteller eine riesige Mühe mit FPGAs und ASICs, sorgen für Scatter-Gather und Offload -- und dann kommt so ein dahergelaufener PC-Spinner her und realisiert das alles schön undeterministisch in Software, mit einer Wald-und-Wiesen-Universal-CPU? PLUS, als kleines Extra, 3 Kernel/Userspace - Transitionen pro Netzwerkzugriff?
    Das ist so ungeheuerlich, daß ich mich gerade gefragt habe, ob das wirklich stimmt.
    JA, tut es -- und jeder Billigswitch aus dem Bohlen-Markt leistet ein Vielfaches - das allerdings wesentlich deterministischer, was zeitliche "Ausreißer" beim Forwarding angeht.
    Da gestatte ich es mir und unseren Kunden doch, eine richtige Plattform einzusetzen! PowerVM beispielsweise gibt jeder Partition einen Handle, mit dem diese seine Netzwerkkarten DIREKT, also ohne Hypervisor, ansteuern kann - und zwar mit allen Hardwareoptionen bis hin zum TCP-Offloading. Die physische Netzwerkkarte (in Wirklichkeit ist es ein ganzes Bündel) sitzt auf einem physischen Hochkeistungsswitch, von dem 4 Ports herausgeführt sind. Da kannst Du natürlich herrlich LACP fahren.
    Der Inter-Partition - Traffic aber, so schlau sind die NICs, läuft über ein Message Buffer - Protokoll.

    Nun mag man sagen, "Warum intelligente, hochwertige Technik einsetzen für minderwertigen Müll minderwertiger Microsoft-Daddelspinner?"
    Dumm nur: Wir reden hier von einem Kommunikationsserver.
    Da darf man schon ein Minimum an Qualität und Verantwortungsbewußsein verlangen.

    Die Chance aber, gute Mitarbeiter an eine verantwortungsvolle Tätigkeit heranzuführen, hat SIEMENS bei der Telephonsparte aber leider vertan. Das diesbezügliche Zitat von Joe Kaeser erklärt ja alles restlos.
    Stattdessen: Bis vor einigen Jahren garnierten jede "Hipath" etwa vier "Windows 2000" - Appliances in unterschiedlichen Verwesungsstadien wie einen Hecht.
    Bloß mit dem Kerngeschäft kam man nicht hinterher. Wie 'retrofreak' ja schon schreibt, die "Hipath" - Hardware ist ja komplett. Man hätte jetzt nur noch ordentlich programmieren müssen.
    Was tat man stattdessen: Man baute eine "Booster Card" ein.
    Eigentlich DER Treppenwitz und gleichzeitig eine Generalkapitulation zugleich.

    Und deswegen hat sich SIEMENS von dieser Müllhalde getrennt.
     
  6. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Ja: Das sind dann wohl die ersten "neuen", zugekauften.

    Ja. Igitt, daß hatte ich verdrängt.

    Der CCC besteht ja nicht nur aus cleveren Köpfen vom Kaliber Frank Rieger, Constanze Kurz oder Andreas Bogk.

    Wir haben jetzt in Bad Saarow eine Aastra - Installation mit 54 Basisstationen gegen eine mit 25 ersetzt. Läuft erstklassig. Denn die LAN - synchronisierten Stationen brauchen sich untereinander nicht zu "sehen".
    Da werden die Jungs mit einem funksynchronisierten System aber Spaß kriegen:
    Du weißt doch: Du hast nur 10 Kanäle, und wenn Du die Stationsdichte verdreifachst, dann hast Du das schönste Overdeployment...
     
  7. borat

    borat Schon ein paar Mal da gewesen

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    Ich gebe euch beiden recht mit euren Aussagen, dumm nur das wir, mich eingeschlossen, die ganze Geschichte meist überwiegend von der technischen Seite sehen, die Rechenkünstler mit dem Auftrag der Gewinnmaximierung sowie dem Klassenziel, erreichen von einmal einer schwarzen Null, haben leider auch hier ein Wort mitzureden und müssen sich Gedanken machen wo man wie viel beim Kunden abkassieren kann.
    Das ist aber meist der Technik gegenläufig und vermiest uns dann anschließend die Arbeit.

    Natürlich hat Siemens ihr Verschlafen bei der IP Technik und der Virtualisierung erkannt und deshalb die Sparte abgestoßen.
    Wer braucht bei der Virtualisierung noch Hardware ?

    Und Koppelfeld, deine Aussage,

    "Die Chance aber, gute Mitarbeiter an eine verantwortungsvolle Tätigkeit heranzuführen, hat SIEMENS bei der Telephonsparte aber leider vertan. Das diesbezügliche Zitat von Joe Kaeser erklärt ja alles restlos."

    trifft die Missere genau auf den Kopf, Siemens und auch andere Hersteller hatten in der UP0 / TDM Zeit sehr gute Techniker / Ingenieure, leider haben sie es verpasst, diese Mitarbeiter auf neue Techniken weiter zu schulen und sie für die kommenden Aufgaben vorzubereiten.

    Es bleibt also spannend, auch wegen der vielen neuen, kleineren Anbieter in diesem Segment.

    Die Welt dreht sich und eigentlich sind wir doch froh, das sich immer etwas verändert....es würde uns doch sonst langweilig werden und wir könnten nicht so schön in diesem Forum uns gegenseitig die Vor - und Nachteile der verschiedenen Systeme an den Kopf werfen.

    Ich wünsche allen einen schönen Arbeitstag und einen flüssigkeitsgekühlten Vatertag.

    Bis neulich Borat
     
  8. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Also mit anderen Worten: das Siemens-DECT gibt es nicht mehr, weil es deren Entwickler nicht mehr gibt, und das, was heute verkauft wird, ist zugekauft. Dann auch von Gagaset? Das würde ja wenigstens insofern Sinn ergeben, dass sie es endlich mal schaffen könnten, TDM-DECT und IP-DECT zusammen zu bringen. Das hingegen ging bei DeTeWe schon seit Jahren. Aber es wäre logisch, also ist es nicht so wahrscheinlich, dass Unify diesen Weg gegangen ist :D

    Wie gesagt: Man darf gespannt sein.
    Hauptschmerzen waren natürlich der Transport des riesigen Klotzes und stundenlange Tackersessions, das größte Problem aber fehlende Autoregistrierung. Aber das hätte so ein Spectralink ja wohl auch gekonnt.
     
  9. telthies

    telthies Urgestein

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    Das glaube ich bei 50 Tln / 12 (oder meintest Du 6?) B-Kanälen eher nicht.
    Und ich tue mich auch schwer damit, mir eine Verwendung dafür vorzustellen.

    Sollte ein "aufgebohrter" Block vorliegen und weil der neue Provider den so nicht übernimmt Denkarbeit notwendig werden, wie man künftig numeriert: das ist eines meiner Steckenpferde.
     

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